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Recht / Geld / Beruf | 27.02.2010 06:41 Uhr

Viel Ärger mit Telefonanbietern

Telefon © NDR-Online Bildredaktion Fotograf: Christine Raczka

Das Telefon ist tot, das Internet gestört und bei der Kunden-Hotline dudelt die Warteschleifen-Musik: In einer Umfrage hat sich Stiftung Warentest 6.000 Verbraucher nach ihren Erfahrungen mit Telefonanbietern erkundigt. Die Kunden hätten kein Blatt vor den Mund genommen, sagt Simone Vintz, Projektleiterin bei Stiftung Warentest. Ein störungsfreier Betrieb des Telefons sei offenbar eher Glückssache, so das Fazit der Berliner Verbraucherschützer. Mehr als die Hälfte der Umfrage-Teilnehmer klagten über Probleme. Am häufigsten beschwerten sie sich über die Geschwindigkeit der Internetverbindung, dann folgten Vertragsprobleme - etwa bei der Kündigung - und an dritter Stelle Totalausfälle.

Probleme bei allen Anbietern

Ob Telekom, Alice oder Versatel - diese oder andere Probleme gebe es im Grunde bei jedem Telefonanbieter. Auch die Zahl der Beschwerden unterscheide sich nur geringfügig. An der Spitze liege Alice, dann komme Kabel Deutschland und Kabel WW - also die Kabelanbieter - dann Versatel und 1&1, so Vintz. Arcor liege im Durchschnitt der Problemzahlen, dann folge die Deutsche Telekom leicht darunter. "Letztlich muss man sagen: Das nimmt sich alles nicht viel", lautet das Fazit von Simone Vintz. Bei fast 40 Prozent aller Beschwerden könne der Kundenservice des Anbieters die Probleme nicht oder nur teilweise lösen. Bei den Hotlines sei es schwierig, den zuständigen Ansprechpartner zu erreichen. Es gebe es "unsinnige Tipps" oder das Problem werde "im Kern nicht verstanden", sagt Vintz. Versprochene Rückrufe blieben häufig aus. Telefonkunden sollten trotzdem hartnäckig bleiben und sich nicht zu schnell abwimmeln lassen. Im Zweifelsfall könnten sie mit der Kündigung des Vertrags ein Zeichen setzen. Dabei müssen Kunden allerdings einiges beachten. So gibt es bei ISDN-Anschlüssen meist mehrere Telefonnummern. Sie müssen alle genannt werden, sonst kann sich die Kündigung verzögern.

Allerdings garantiert auch ein Wechsel nicht, dass anschließend alles problemlos funktioniert. Denn, so Vintz, nicht einmal die Hälfte aller Befragten würde Freunden oder Bekannten den eigenen Anbieter uneingeschränkt empfehlen.

Autor: Mayke Walhorn

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