Saisonstart im Otter-Zentrum

In der Südheide nördlich von Gifhorn hat das Otter-Zentrum Hankensbüttel im Februar nach zweimonatiger Winterpause wieder seine Pforten geöffnet. Sieben verschiedene heimische Marderarten sind dort zu sehen - jede in ihrem Lebensraum. Die winterfesten Fischotter plantschen in den Eislöchern der Teiche und noch eine Marderart freut sich über den Schnee: Hermeline. Mit seinem schneeweißen Winterfell ist Hermelin Charlie fast perfekt getarnt - bis auf die schwarze Schwanzspitze. Wieselflink springt er durch den Schnee zum nächsten Versteck. Das Hermelin sei der einzige Marder, der in unseren Breiten die Fellfarbe wechsele, sagt Marc Ehlers, Leiter des Otter-Zentrums. Das sei etwas ganz Besonderes: "In den letzten Jahren hatten wir nie so viel Schnee. Und für die, die weiß umgefärbt hatten, war das schon ein bisschen dumm." In freier Wildbahn seien die Tiere dann bevorzugte Beute von Raubvögeln.
Neue Spielgeräte für Kinder
Nebenan räkelt sich Fischotter Kuno genüsslich auf dem Eis des Teichs, denn sein Fell ist dicht. Die Haut der Fischotter bleibt auch beim Tauchgang im Eiswasser trocken. Die ersten Besucher des Jahres genießen die Nähe zu den Tieren. Zum Aufwärmen darf im Otter-Zentrum getobt werden, neue Spielgeräte stehen bereit. In einer Kletter- und Krabbelmühle können sich Kinder wie Steinmarder durch enge Löcher und Ritzen zwängen. An einem kleinen Flusslauf eifern sie dem Eisvogel nach, der beim Jagen auf Warten über Bächen sitzt. Im Otterzentrum können Kinder und Erwachsene in einer nachgebauten Warte die Position des Eisvogels einnehmen.
Dachs Amadeus verschläft den Saisonauftakt im Otter-Zentrum. In seiner Erdhöhle liegt er zusammengerollt hinter einer Glasscheibe und schnarcht leise vor sich hin: So sieht Winterschlaf aus. Erst im März oder April werden Dachse wieder aktiv.










