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05.03.2010 00:00 Uhr

Streit zwischen USA und Türkei

Washington: Zwischen den USA und der Türkei droht ein größerer Konflikt. Trotz scharfer Proteste aus der Türkei hat ein Ausschuß des US-Repräsentantenhauses die Verfolgung der Armenier im Osmanischen Reich als Völkermord bezeichnet. Ankara kündigte daraufhin an, seinen Botschafter aus Washington zurückzurufen. Die Abstimmung im Auswärtigen Ausschuß fiel mit 23 zu 22 Stimmen äußert knapp aus. US-Außenministerin Clinton hatte sich im Vorfeld gegen die Resolution ausgesprochen. In den Jahren 1915 und 1916 wurden im damaligen Osmanischen Reich zwischen 200.000 und 1,5 Millionen Armenier getötet. Die Türkei als Rechtsnachfolger des Osmanischen Reiches bestreitet, dass es sich dabei um einen Völkermord handelt.

Weiterhin Proteste in Griechenland

Athen: Der Unmut der Griechen über das Sparprogramm der Regierung hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Am Abend gingen in Athen und Thessaloniki fast 10.000 Demonstranten auf die Straße. Gewerkschaften haben für heute zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Das griechische Parlament wird dann in einer Eil-entscheidung über das Sparprogramm entscheiden. Es sieht unter anderem vor, die Mehrwertsteuer zu erhöhen und Gehälter im öffentlichen Dienst zu senken. Griechenland ist hoch verschuldet und muss seinen Staatshaushalt sanieren, um langfristig kreditwürdig zu bleiben. Gestern gelang es dem Land, von Finanzinvestoren frisches Kapital zu erhalten. Eine Anleihe über fünf Milliarden Euro wurde erfolgreich an den Märkten platziert.

Gorleben-Ausschuss noch nicht eingesetzt

Berlin: Entgegen den ursprünglichen Planungen hat der Bundestag noch keinen Untersuchungsausschuss zum möglichen Atomendlager Gorleben eingesetzt. Der Antrag der Oppositionsparteien wurde in den Geschäftsordnungsausschuss überwiesen. Die Deutsche Presse-Agentur berichtet, Union und FDP hätten bemängelt, dass der Antrag Fragen enthalte, die nicht vom Bundestag geklärt werden könnten. Der Ausschuss soll klären, ob die Bundesregierung 1983 bei der Wahl Gorlebens als Standort für ein Atom-Endlager Gutachten manipuliert hat.

Lange Haftstrafen für Sauerland-Terroristen

Düsseldorf: Die vier Mitglieder der sogenannten Sauerlandgruppe sind zu hohen Haftstrafen verurteilt worden. Zwei der Haupt-Angeklagten müssen für zwölf Jahre ins Gefängnis, ihr Komplize für elf. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die Männer sich zum vielfachen Mord verabredet hatten und Mitglieder einer ausländischen Terrorvereinigung waren. Der vierte Angeklagte erhielt eine fünfjährige Gefängnis-Strafe, weil er die anderen Terroristen unterstützt hat. Alle Männer hatten vor Gericht gestanden, Anschläge mit Autobomben auf amerikanische Soldaten und Einrichtungen in Deutschland geplant zu haben. Ihr Auftraggeber sei die Terrorgruppe Islamische Dschihad-Union gewesen.

Hinweise auf Missbrauch auch bei Domspatzen

    Regensburg: Auch bei den weltberühmten Domspatzen, einem katholischen Knabenchor, soll es Fälle von sexuellem Missbrauch gegeben haben. Das teilte ein Sprecher des Bistums Regensburg mit. Die Vorfälle stammten aus den 50er und 60er Jahren. Er kündigte eine umfangreiche Untersuchung an. In einer Erklärung der Domspatzen heißt es, die Vorwürfe richteten sich unter anderem gegen einen ehemaligen Internatsleiter, der bereits rechtskräftig verurteilt worden sei. Der Mann sei inzwischen gestorben. Die Domspatzen werden in einem Musikgymnasium unterrichtet, zu dem auch ein Internat gehört. Das Bistum Regensburg will im Tagesverlauf Einzelheiten zu den Verdachtsfällen bekannt geben.

Echo für Robbie Williams, Peter Maffay und Silbermond

Berlin: Auf einer Gala-Veranstaltung ist am Abend der Musikpreis Echo in 23 Kategorien vergeben worden. Als bester internationaler Künstler wurde der britische Popstar Robbie Williams ausgezeichnet, als beste nationale Popgruppe die Band Silbermond. Der Rocksänger Peter Maffay bekam eine Ehrung für sein Lebenswerk, zum besten Album wurde "Stadtaffe" von Peter Fox gekürt. Der Echo wird seit 1992 von der Deutschen Phono-Akademie und dem Kulturinstitut des Bundesverbandes der Musikindustrie vergeben.

Niederlage für Hannover Scorpions

Berlin: In der deutschen Eishockey-Liga haben die Hannover Scorpions am Abend eine Niederlage einstecken müssen. Die Mannschaft verlor am Abend auswärts gegen die Eisbären Berlin mit 2 zu 3 nach Penaltyschießen.

Das Wetter: In der Nacht in Mecklenburg-Vorpommern stark bewölkt und etwas Schnee möglich, sonst meist klar, Tiefstwerte minus 2 bis minus 8 Grad. Tagsüber im Osten von Mecklenburg-Vorpommern teils noch Schneefall, sonst meist sonnig und trocken, am Nachmittag von Nordwesten aufkommende dichte Wolken mit Schnee, Schneeregen oder Regen, minus 1 bis plus 5 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Sonnabend meist stark bewölkt und gelegentlich Schneefall bei minus 3 bis 0 Grad. Die Windvorhersage: Deutsche Bucht: Nördliche Winde um 4, südwestdrehend, zunehmend 5, Westteil norddrehend 6 bis 7, Schneeböen. Westliche Ostsee: Nord um 5, abnehmend 3, Westteil süddrehend. Südliche Ostsee: Nord bis Nordwest um 5, etwas abnehmend.

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