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13.02.2010 00:00 Uhr

Rodler aus Georgien nach schwerem Sturz gestorben

Vancouver: Kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Kanada ist ein Sportler beim Abschlusstraining tödlich verunglückt. Es handelt sich um den Rodler Nodar Kumaritaschwili aus Georgien. Der 21-Jährige war kurz vor dem Ziel mit mehr als 140 Kilometern in der Stunde aus der Bahn geschleudert worden und mit dem Hinterkopf gegen einen ungeschützten Stahlträger geprallt. Er starb kurze Zeit später im Krankenhaus. Es ist der erste Todesfall in der Geschichte der Winterspiele. Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Rogge, äußerte sich bestürzt. Er sprach der Familie, Freunden und Kollegen des Sportlers sein Beileid aus. Die 21. Olympischen Winterspiele werden in der Nacht eröffnet. Bis Ende Februar kämpfen im kanadischen Vancouver fast 3.000 Sportler um Medaillen. Bobfahrer André Lange soll die deutsche Fahne tragen.

Nato startet großangelegte Offensive gegen Taliban

Kabul: Nato-Streitkräfte haben im Süden Afghanistans eine großangelegte Offensive gegen die radikal-islamischen Taliban gestartet. Tausende amerikanische, britische, kanadische und afghanische Truppen seien an dem Einsatz in der Provinz Helmand beteiligt, berichten mehrere Nachrichtenagenturen. Der Einsatz konzentriere sich auf den Raum Mardscha, der als Hochburg der Taliban gilt. Dort sollen sich etwa 1.000 radikal-islamische Kämpfer verschanzt haben. Die Zivilbevölkerung sei mit Flugblättern vor dem Angriff gewarnt worden, heißt es. Es handelt sich um die erste Großoffensive von NATO-Truppen, seit US-Präsident Obama im vergangenen Dezember die Entsendung von 30.000 weiteren Soldaten nach Afghanistan bekanntgegeben hat. Ziel ist es, den Taliban die Kontrolle über den Süden des Landes zu entreißen.

Merkel geht auf Distanz zu Westerwelles Hartz-IV-Kritik

Berlin: Bundeskanzlerin Merkel hat sich in der Debatte über die Leistungen für Hartz-IV-Empfänger von den Äußerungen des FDP-Vorsitzenden Westerwelle distanziert. Eine Regierungssprecherin sagte, die Wortwahl entspreche nicht dem Sprachgebrauch der Kanzlerin. Auch die CSU kritisierte Westerwelle. Generalsekretär Dobrindt mahnte, soziale Marktwirtschaft sei nicht nur für die Starken da. Der FDP-Chef bekräftigte seine Kritik noch einmal. Die Debatte trage sozialistische Züge. Man müsse auch auf die achten, die für Hartz-IV-Empfänger bezahlen müssten, sagte Westerwelle. Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen dürften nicht länger die "Melkkühe der Gesellschaft" sein.

In der Union schwelt Streit über die Atompolitik

Berlin: Die drei Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Hessen haben Kritik an der Atompolitik von Bundesumweltminister Röttgen geäussert. Die Umweltminister der unionsgeführten Länder sagten nach einem Treffen, Röttgen halte sich nicht an die Koalitionsvereinbarung für längere Laufzeiten der Atomkraftwerke. Über den künftigen Stellenwert der Kernenergie könne nur sinnvoll im Rahmen eines Gesamtenergiekonzeptes entschieden werden, hieß es weiter. Dazu sei ein Energie-Gipfel auf Bundesebene erforderlich. Röttgen hatte in einem Interview dafür plädiert, sich möglichst bald von der Atomkraft zu verabschieden und stattdessen auf erneuerbare Energien zu setzen. Die maximalen Laufzeiten von Kernkraftwerken sollten 40 Jahre nicht überschreiten.

Zum Sport

Zum Sport: In der ersten Fußball Bundesliga hat Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Nürnberg mit 2 zu 1 gewonnen. Gladbach verbesserte sich dadurch auf den elften Tabellenplatz. In der zweiten Liga trennten sich St. Pauli und der FSV Frankfurt 0 zu 0. Die Hamburger übernahmen damit vorübergehend wieder die Tabellenspitze. Außerdem spielten: Paderborn - Union Berlin 3 zu 0. und Ahlen -Bielefeld 0 zu 1. In der deutschen Eishockey-Liga verlor Hamburg in Mannheim mit 3 zu 7, Wolfsburg besiegte Straubing mit 4 zu 3 nach Penaltyschießen.

Das Wetter: Nachts dicht bewölkt, zeitweise Schneefall bei minus 6 bis minus 1 Grad. Am Tage bedeckt, ab und zu Schneefall, im Nordwesten von Schleswig-Holstein Aufheiterungen möglich bei minus 4 bis 0 Grad. Morgen dichte Wolken, vereinzelte Auflockerungen, Schnee möglich bei minus 4 bis plus 1 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Montag stark bewölkt oder neblig-trüb, Aufheiterungen möglich, meist trocken bei minus 5 bis 0 Grad. Die Windvorhersage: Deutsche Bucht: Nordost 5 bis 6, etwas abnehmend, einzelne Schneeböen. Westliche Ostsee: Nord bis Nordost 5 bis 6, zeitweise Schneefall. Südliche Ostsee: Nordost 6, anfangs strichweise 7, später etwas abnehmend, zeitweise Schneefall.

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