07.02.2010 00:00 Uhr
Steuerdaten-CDs: Angebot auch an München?
Berlin: In Deutschland werden nach Informationen des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL derzeit mehr Datenpakete möglicher Steuersünder angeboten als bislang bekannt.
Nach Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg sollen auch Fahnder in München betrügerischen Kunden zweier Banken auf der Spur sein. Dabei handelt es sich offenbar um eine kleine Schweizer Bank und ein Geldinstitut in Luxemburg. Allein von dort sollen Angaben zu mehr als 1.000 deutschen Kunden angeboten worden sein.
Während der Kauf der ersten Steuer-CD Medienberichten zufolge noch im Laufe dieses Wochenendes abgeschlossen werden soll, ist die baden-württembergische CDU/FDP-Koalition uneins über das weitere Vorgehen. Für morgen ist in Stuttgart eine außerordentliche Kabinettssitzung angesetzt. Die Daten betreffen nach Informationen des FOCUS den Kundenstamm eines Vermögensverwalters, der Geld bei Banken und Versicherungen in der Schweiz anlegt. Es soll um etwa 2000 mögliche Steuerbetrüger aus dem ganzen Bundesgebiet gehen.
Iran Thema bei Münchner Sicherheitskonferenz
München: Im Atomstreit mit dem Iran ist vorerst keine Lösung in Sicht.
Irans Außenminister Mottaki traf sich am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz zu einem Gespräch mit dem Chef der Internationalen Atomenergiebehörde, Amano, der sich im Anschluss daran zurückhaltend zeigte. Das im Atomstreit angekündigte Angebot sei das Land zunächst schuldig geblieben. Bundesverteidigungsminister zu Guttenberg forderte den UN-Sicherheitsrat auf, den Druck auf die Regierung in Teheran zu erhöhen. Der Iran spiele weiter auf Zeit, kritisierte der CSU-Politiker. Der amerikanische Senator Lieberman drohte Teheran im Streit über dessen Atomprogramm mit Krieg. Die internationale Gemeinschaft müsse sich entscheiden: Entweder für harte Wirtschaftssanktionen, damit die Diplomatie funktioniere, oder man stehe vor einem militärischen Eingreifen, so Lieberman.
FAS: Impfstoffe für Kinder gehen aus
Berlin: In Deutschland sind offenbar seit Mitte Januar sieben Impfstoffe für Kinder nicht mehr lieferbar.
Wie die FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG berichtet, ist der Grund hierfür, dass die Hersteller des Impfstoffes gegen die Schweinegrippe momentan völlig ausgelastet seien. Derzeit nicht lieferbar sei auch der einzige verfügbare Sechsfach-Impfstoff, wird ein Mitglied der Ständigen Impfkommission des Bundes zitiert. Mit dem Medikament werden Säuglinge gegen die wichtigsten Kinderkrankheiten immunisiert. Auch bei einem Vierfach-Impfstoff gegen die Viruserkrankungen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken stocke der Nachschub. Zurzeit sei es daher nur möglich, gegen jede Krankheit einzeln zu impfen. Eine Sprecherin des britischen Herstellers Glaxosmith Kline bedauerte dem Blatt zufolge die Situation. Es könne jedoch noch bis in das zweite Quartal dieses Jahres zu Lieferengpässen kommen.
Hiddensee wieder auf Wasserweg erreichbar
Hiddensee: Die seit elf Tagen vom Eis eingeschlossene Ostseeinsel kann wieder auf dem Seeweg versorgt werden.
Nach Angaben der Kurdirektion soll der Tonnenleger GÖRMITZ heute dringend benötigte Waren des täglichen Bedarfs sowie Heizöl und Diesel an Bord nehmen und nach Hiddensee bringen. Voraussichtlich für morgen früh und Donnerstag seien laut Wasser- und Schifffahrtsamt weitere Versorgungsfahrten vorgesehen.
Um die Versorgung der etwa 1.000 Einwohner zählenden Insel auf dem Luftweg sicherzustellen, hatten seit Mittwoch Marinehubschrauber die Belieferung mit frischen Lebensmitteln und Medikamenten übernommen.
Fußball-Bundesliga und Handball
Zum Sport: In der ersten Fußball-Bundesliga gab es folgende Ergebnisse:
Wolfsburg gegen Bayern München 1 zu 3
Köln gegen den Hamburger SV 3 zu 3
Hoffenheim gegen Hannover 96 2 zu 1
Freiburg gegen Schalke 0 zu 0
Bochum gegen Bayer Leverkusen 1 zu 1
Nürnberg gegen Stuttgart 1 zu 2
Der Spitzenreiter der Handball-Bundesliga, HSV Hamburg, hat das Halbfinale im DHB-Pokal erreicht. Die Hamburger setzten sich bei Zweitligist Bad Schwartau mit 36 zu 29 durch.
Das Wetter:
In der Nacht wolkig, in Mecklenburg-Vorpommern auch aufgelockert, meist trocken, minus 1 Grad an der niederländischen Grenze, minus 5 Grad im Wendland und bis minus 12 Grad an der Müritz, schwacher bis mässiger Ostwind.
Am Tage teils dichte Wolken, teils Sonne, meist trocken, minus 7 Grad bis minus 1 Grad.
Die weiteren Aussichten:
Am Montag meist stark bewölkt, Auflockerungen möglich, trocken, minus 7 Grad bis minus 1 Grad.
Am Dienstag stark bewölkt, vereinzelt etwas Schnee, minus 7 bis 1 Grad.
Die Windvorhersage:
Deutsche Bucht: Ost um 5, später abnehmend 4.
Westliche Ostsee: Ost um 5, abnehmend 3.
Südliche Ostsee: Ost 4 bis 5, abnehmend 3, nordostdrehend.