28.01.2010 00:00 Uhr
Afghanistan-Konferenz beginnt in London
London: In der britischen Hauptstadt kommen heute Vertreter von fast 70 Ländern zusammen, um über die Zukunft Afghanistans zu beraten.
Hauptthemen sind die Perspektive für einen Abzug der internationalen Truppen und die Übergabe der Kontrolle des Landes an die afghanischen Sicherheitskräfte. Auch der Kampf gegen Korruption und Verhandlungen mit den Taliban stehen auf der Tagesordnung. Für Deutschland reist Außenminister Westerwelle nach London.
Die neue deutsche Afghanistan-Strategie sieht vor, das deutsche Kontingent erst aufzustocken, um dann möglichst bis 2014 vollständig abzuziehen. Bislang sind in Afghanistan bis zu 4500 deutsche Soldaten im Einsatz, Berlin will das Kontingent um 850 Mann aufstocken.
Verteidigungsminister zu Guttenberg sprach sich in einem Interview mit der Wochenzeitung DIE ZEIT erneut dagegen aus, ein konkretes Datum für einen Abzug zu nennen.
Gesundheitsminister Rösler will billigere Arzneimittel
Berlin: Bundesgesundheitsminister Rösler will die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung senken.
Der Ressortchef hat deshalb nach eigenen Angaben Kassen und Pharmaverbände zu Gesprächen eingeladen. Rösler sagte der FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG, er sei nicht dafür zuständig, dass die Pharmaunternehmen ihre Gewinnmargen mit neuen Präparaten hoch hielten. Statt dessen liege es in seiner Verantwortung, dass die Firmen innovative Medikamente auf den Markt brächten, die den Patienten nützten. Dass es in diesem Bereich Einsparmöglichkeiten gebe, sei unbestritten.
Bergung der Asse-Fässer kostet 3,7 Mrd Euro
Wolfenbüttel: Die Bergung der Fässer mit radioaktivem Abfall aus dem einsturzgefährdeten Atommülllager Asse wird schätzungsweise 3,7 Milliarden Euro kosten.
Umweltminister Röttgen sagte, mit Blick auf die Langzeit-Sicherheit gelte die Rückholung des Abfalls momentan als beste Lösung. Es gebe aber noch keine endgültige Entscheidung für dieses Verfahren. Unklar sei der Zustand der unterirdischen Kammern, in denen die Fässer eingelagert wurden - und der Zustand der Fässer selbst. Röttgen sprach sich dafür aus, dass die Energiekonzerne an den Bergungskosten beteiligt werden sollen. Nach Angaben von Fachleuten hätten sie schließlich über lange Zeit radioaktives Material als Forschungsabfälle deklariert und in die Asse gebracht.
Fast 170-tausend Tote nach Erdbeben in Haiti geborgen
Port-au-Prince: Seit dem schweren Erdbeben in Haiti vor gut zwei Wochen haben Helfer fast 170-tausend Tote geborgen .
Dies teilte Präsident Préval mit. Experten befürchten bis zu 200-tausend Opfer der Naturkatastrophe. Außenminister Westerwelle sagte, die Bundesrepublik behalte das Land auch dann weiter im Blick, wenn nicht mehr über die Erdbebentoten berichtet werde. Die Regierung stellt nach den Worten Westerwelles 15 Millionen Euro Soforthilfe für Haiti bereit, zusammen mit den Spenden der Bundesbürger ergebe sich eine Summe von 100 Millionen Euro.
Mindestens sieben Tote bei Wohnhaus-Einsturz in Lüttich
Lüttich: Beim Einsturz eines Hauses in der ostbelgischen Stadt sind nach Medienberichten mindetsens sieben Menschen ums Leben gekommen.
In dem Wohnhaus hatte sich in der vergangenen Nacht eine Explosion ereignet. Wenige Stunden später stürzte es in sich zusammen. Die Ursache ist unklar, wahrscheinlich handelte es sich um eine Gasexplosion. Offiziellen Angaben zufolge hatte es in dem Gebäude bereits am Wochenende nach Gas gerochen, eine Untersuchung der Leitungen habe aber keine undichte Stelle ergeben.
Autofahrer durch Eisplatte schwer verletzt
Hannover: Ein PKW-Fahrer ist auf der A7 zwischen der Landeshauptstadt und Hildesheim von einer Eisplatte schwer am Kopf verletzt worden.
Die Polizei teilte mit, die Platte sei vermutlich von einem bisher unbekannten Lastwagen gefallen und habe die Frontscheibe des Wagens durchschlagen. Ein Sprecher bestätigte dem NDR, dass gegen den LKW-Fahrer wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt wird. Grundsätzlich müsse jeder vor dem Start sein Fahrzeugdach von Schnee und Eis räumen. Andernfalls drohe zumindest ein Bußgeld.
Das Wetter:
Wolkig mit Auflockerungen, örtlich Schneeschauer, später nordöstlich der Elbe meist trocken, 0 bis minus 6 Grad, frischer bis starker, an den Küsten und in Böen teils stürmischer West- bis Nordwestwind, an der See schwere Sturmböen, Glättegefahr und mögliche Schneeverwehungen.
Am Tage wechselnd bis stark bewölkt, einzelne Schneeschauer, minus 1 bis plus 3 Grad.
Die weiteren Aussichten:
Am Freitag meist stark bewölkt, zeitweise Schnee, in Mecklenburg-Vorpommern meist trocken, minus 5 bis plus 1 Grad.
Die Windvorhersage:
Deutsche Bucht: West bis Nordwest um 7, strichweise 8 bis 9, vereinzelt schwere Sturmböen
Westliche Ostsee: Südwest 7 bis 8, strichweise 9, später nordwestdrehend, vereinzelt schwere Sturmböen
Südliche Ostsee: Südwest bis West 6 bis 7, zunehmend um 8, später nordwestdrehend, strichweise schwere Sturmböen