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24.01.2010 00:00 Uhr

Erneut Überlebender in Haiti entdeckt

Port-au-Prince: Elf Tage nach dem Erdbeben in Haiti haben internationale Helfer erneut einen Überlebenden unter den Trümmern entdeckt. Nach Angaben des französischen Zivilschutzes befindet er sich in einem stabilen Zustand. Die Regierung von Haiti hatte die Suche nach Verschütteten zuvor bereits für beendet erklärt. Die Zahl der Toten geben die Behörden mittlerweile mit 120-tausend an. Die Bundesregierung stockt angesichts der katastrophalen Bedingungen in Haiti ihre finanzielle Unterstützung nochmal auf. Entwicklungshilfeminister Niebel kündigte in der "Welt am Sonntag" an, dass sein Ministerium weitere fünf Millionen Euro für den Bau von Notunterkünften bereit stellt.

SPD-Linke für rot-rot im Bund nach Lafontaine-Rückzug

Berlin: Der linke Flügel der SPD hält nach dem Rückzug von Linksparteichef Lafontaine eine rot-rote Mehrheit auf Bundesebene für möglich. Der stellvertretende Sprecher der SPD-Linken, Annen, sagte dem "Handelsblatt Online", schon jetzt seien viele Politiker der Linkspartei verlässliche Partner für Sozialdemokraten in den Ländern und wichtige Ansprechpartner im Bund. Annen betonte, die Linkspartei müsse nun entscheiden, ob es in den nächsten Jahren eine Chance auf eine rot-rote Mehrheit geben könne. Lafontaine will beim Parteitag im Mai nicht mehr für den Vorsitz der Linkspartei kandidieren und auch sein Bundestagsmandat abgeben. Als Grund nannte er seine Krebserkrankung. Er hat jedoch vor, den Fraktionsvorsitz im saarländischen Landtag zu behalten.

Guttenberg plant Änderung der Afghanistan-Strategie

Berlin: Verteidigungsminister zu Guttenberg hat Änderungen der Bundeswehr-Strategie in Afghanistan angekündigt. Er sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", dies betreffe die Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte. Sie sollten nicht mehr vorwiegend innerhalb der Lager ausgebildet werden. Künftig werde dabei Präsenz in der Fläche gezeigt, so Guttenberg. Er schloss erneut eine Aufstockung der deutschen Truppe nicht aus. Eine Zahl werde er noch vor der internationalen Afghanistan-Konferenz in London nächste Woche nennen. Der Verteidigungsminister betonte, eine Aufstockung stehe aber unter Vorbehalt der Ergebnisse des Treffens.

Obama kritisiert Urteil zu Wahlkampf-Finanzierung

Washington: Mit ungewöhnlich scharfen Worten hat US-Präsident Obama auf das Grundsatz-Urteil des Obersten Gerichtshofes zur Wahlkampf-Finanzierung reagiert. Er nannte die Entscheidung der Richter einen direkten Angriff auf die Demokratie. Obama sagte, es sei zu befürchten, dass die Wall Street, die Ölindustrie, Krankenversicherungen und andere finanzstarke Interessengruppen künftig Millionensummen in die Wahlkämpfe pumpten und unliebsame Kandidaten attackierten. Nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofes der USA dürfen Firmen so viel Geld wie sie wollen in Wahlkampfwerbung stecken können. Die Entscheidung erlaubt Unternehmen auch, sich öffentlich für oder gegen einen Kandidaten auszusprechen.

Flughafen von Manchester teilweise evakuiert

Manchester: Ein Teil des Flughafens der britischen Stadt ist am Abend vorübergehend wegen Terrorverdachts geschlossen gewesen. Die Polizei hatte im Handgepäck eines Reisenden ein verdächtiges weißes Pulver entdeckt. Eine Analyse ergab dann, dass der Stoff harmlos war. Die britische Regierung hatte am Freitag die zweithöchste Terrorwarnstufe ausgerufen und zu noch mehr Wachsamkeit aufgerufen. In der kommenden Woche finden in London zwei internationale Konferenzen zum Jemen und zu Afghanistan statt.

Fußball-Ergebnisse

Dortmund: Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat sein Auswärtsspiel gegen Borussia Dortmund mit 0 zu 1 verloren. Die Hanseaten gaben anschließend den Wechsel des niederländischen Stürmers Ruud van Nistelrooy von Real Madrid zum HSV bekannt. Und hier die weiteren Ergebnisse: Werder Bremen - Bayern München 2 zu 3. Mainz - Hannover 1 zu 0 Bochum - Schalke 2 zu 2 Berlin - Mönchengladbach 0 zu 0 und Nürnberg - Frankfurt 1 zu 1. In der zweiten Fußball-Bundesliga besiegte der FC St. Pauli Alemannia Aachen mit 1 zu 0.

Das Wetter: In der Nacht teils bewölkt, teils Auflockerungen, meist trocken bei minus 5 Grad in Nordhorn und bis minus 15 Grad um Neubrandenburg, meist mässiger, in Schleswig-Holstein und an den Küsten frischer bis starker Südostwind. Am Tage teils locker, teils stärker bewölkt, aus Westen etwas Schnee, in Mecklenburg-Vorpommern meist trocken bei minus 10 Grad am Stettiner Haff und bis 0 Grad in Nordhorn. Morgen viele Wolken, gelegentlich Schneefall, in Westniedersachsen Schneeregen bei minus 9 bis 0 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag heiter bis wolkig, trocken bei minus 7 bis minus 1 Grad. Am Mittwoch bewölkt, im Norden Schnee oder Schneeregen, im Süden trocken bei minus 8 bis plus1 Grad. Die Windvorhersage: Deutsche Bucht: Südost 5 bis 6, Nordwestteil strichweise 7, Schneeböen Westliche Ostsee: Südost 5 bis 6 Südliche Ostsee: Südost 4 bis 5

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