21.01.2010 00:00 Uhr
121 Überlebende aus Trümmern in Haiti gerettet
Port-au-Prince: Acht Tage nach dem schweren Erdbeben in Haiti haben die internationalen Helfer eine ersten Zwischenbilanz ihrer Arbeit gezogen.
Demnach konnten die Einsatztrupps bislang 121 Menschen lebend aus den Trümmern befreien. Trotz fortlaufend schwindender Chancen werden noch immer Überlebende gerettet. Im Süden des Landes brachten kolumbianische und französische Helfer ein 22 Tage altes Mädchen in Sicherheit. Korrespondenten berichteten, das Baby sei wie durch ein Wunder unverletzt geblieben.
UN-Nothilfe-Koordinator Holmes sagte, der Fokus der Helfer liege jetzt auf der Versorgung mit Wasser und Nahrungsmitteln. Dies sei nach wie vor ein Problem, weil Kraftstoff für Lastwagen fehle und der Flughafen in Port-au-Prince völlig überlastet sei.
Großalarm am Münchner Flughafen
München: Nach dem Sprengstoffalarm am Flughafen der bayerischen Landeshauptstadt sind die Umstände noch unklar.
Die Polizei schloss nicht aus, dass es sich um einen Fehlalarm gehandelt haben könnte. Am Nachmittag hatte beim Check-In das Sprengstoff-Erkennungsgerät beim Laptop eines Mannes angeschlagen. Als die Sicherheitskräfte den Computer überprüfen wollten, sei der Passagier jedoch einfach weitergegangen und im Sicherheitsbereich in der Menschenmenge verschwunden, erklärte ein Sprecher der Bundespolizei. Daraufhin wurden für rund drei Stunden die Abflugebene des Terminals 2 gesperrt und alle Abflüge gestoppt. Fast 1.000 Beamte und Spürhunde beteiligten sich an der Suche, konnten den Mann jedoch nicht finden.
Guttenberg stellt Bundeswehr auf Prüfstand
Berlin: Verteidigungsminister zu Guttenberg strebt offenbar eine Struktur-Reform der Bundeswehr an.
Der CSU-Politiker sagte im Bundestag, er habe Mitarbeiter seines Ministeriums beauftragt, in einer schonungslosen Analyse Defizite zu benennen. Dabei dürfe es keine Tabus geben. Fachleute sollten danach Vorschläge für eine effiziente und einsatzorientierte Spitzenstruktur machen. Der CSU-Politiker betonte, derzeit sei fraglich, ob die Bundeswehr für ihre Aufgaben richtig aufgestellt und vorbereitet sei.
Kritik an geplanten Solarkürzungen
Berlin: Der Bundesverband Erneuerbare Energie hat die geplante Kürzung bei der Solarförderung scharf kritisiert.
Dies bedrohe die deutsche Solarindustrie in ihren Grundfesten, erklärte die Organisation. Auch der Bundesverband Solarwirtschaft befürchtet eine Pleitewelle in der Branche und den Verlust zehntausender Arbeitsplätze.
Sachsens Ministerpräsident Tillich von der CDU warnte vor einem zu raschen Abbau der Subventionen. Photovoltaik sei in seinem Bundesland eine Schlüsselindustrie mit zahlreichen Unternehmen.
Bundesumweltminister Röttgen hatte zuvor angekündigt, dass der garantierte Abnahmepreis für Strom aus Solaranlagen auf Hausdächern ab April um 15 Prozent gekürzt wird. Von Juli an soll dies auch für Anlagen auf Freiflächen gelten.
UN-Bericht: Weltwirtschaft auf Erholungskurs
New York: Die Weltwirtschaft erholt sich einer UN-Analyse zufolge langsam wieder.
Nach dem dramatischen Absturz Ende 2008, der sich Anfang 2009 noch vertiefte, meldeten jetzt immer mehr Länder wieder Zuwächse ihres Bruttoinlandsproduktes, heißt es in dem Bericht der Vereinten Nationen. Danach ziehen der internationale Handel und die globale industrielle Produktion wieder an. Allerdings verlaufe der Prozess von Land zu Land sehr unterschiedlich. Die UN-Experten warnten, ein vorschnelles Ende der Konjunkturprogramme könne zu einem Rückfall in die Rezession führen. Für dieses Jahr rechnen sie mit einem weltweiten Wirtschaftswachstum von 2,4 Prozent.
Ergebnisse vom Sport
Zum Sport:
Bei der Handball-Europameisterschaft in Österreich hat die deutsche Nationalmannschaft den ersten Punkt geholt. Das Team von Bundestrainer Heiner Brand spielte im zweiten Gruppenspiel gegen Slowenien 34 zu 34. Am Freitag genügt Deutschland gegen Schweden ein weiteres Unentschieden, um in die Hauptrunde des Turniers einzuziehen.
Bei der Eiskunstlauf-Europameisterschaft hat das deutsche Paar Aljona Savchenko und Robin Szolkowy die Silbermedaille gewonnen. Drei Wochen vor den Olympischen Spielen belegten die Titelverteidiger und Weltmeister in Tallinn Rang zwei hinter dem russischen Paar Yuko Kawaguti und Alexander Smirnow.
Das Wetter:
Meist dicht bewölkt und trocken, örtlich Nebel, minus 1 bis minus 8 Grad, schwacher bis mäßiger, an den Küsten teils frischer Ostwind. Am Tage viele dichte Wolken, vor allem in Mecklenburg-Vorpommern etwas Schnee, sonst meist trocken, minus 6 bis 0 Grad.
Die weiteren Aussichten:
Am Freitag meist dicht bewölkt, aber weitgehend trocken, minus 7 bis plus 3 Grad.
Am Sonnabend viele Wolken, ab und zu Schnee oder Schneeregen bei minus 8 bis plus 2 Grad.
Die Windvorhersage:
Deutsche Bucht: Ost bis Südost um 5, später etwas zunehmend.
Westliche Ostsee: Ost bis Südost 4 bis 5.
Südliche Ostsee: Ost bis Südost 4 bis 5, zunehmend 5 bis 6.